Über mich
Ich bin für Messer geboren
Eigentlich könnte ich es dabei belassen.
Denn tief in mir steckt eine echte, unverfälschte Freude und Faszination für Messer. Nicht nur für das fertige Objekt, sondern für alles, was dazugehört: Stahl, Feuer, Handwerk, Präzision und die unzähligen Entscheidungen, die aus einem Stück Metall ein Werkzeug fürs Leben machen.
Dabei war das keineswegs immer so.
Wie jeder Landbub hatte ich als Kind ein Sackmesser in der Hosentasche. Doch von einer Leidenschaft konnte damals noch keine Rede sein.
Das änderte sich im Herbst 2016.
Nach meiner Ausbildung zum Küfer entschied ich mich eher spontan, ein Praktikum bei einem Messerschmied zu absolvieren. Als ich an diesem ersten Tag die Schmiede betrat, wusste ich noch nicht, dass dieser Moment mein Leben verändern würde.
Voller Ehrfurcht, Neugier und Respekt näherte ich mich der Kohlenesse und entfachte mein erstes Schmiedefeuer.
Doch während das Feuer in der Esse zu brennen begann, wurde zeitgleich etwas anderes entfacht.
Eine Begeisterung.
Eine Begeisterung, die tausendmal heller und heisser brannte als das Feuer vor mir.
Noch am selben Tag wusste ich:
Das werde ich machen. Nein, das muss ich machen.
Ich wusste nicht, wie schwierig der Weg werden würde. Ich wusste nicht, ob ich davon jemals würde leben können. Aber eines wusste ich mit absoluter Gewissheit:
Wenn ich diesen Weg nicht einschlage, würde ich eine einmalige Chance verpassen.
Die Flamme der Begeisterung hatte mich bereits verschlungen.
Einen Wert erschaffen
Meine Mission lautet:
Einen Wert erschaffen.
Doch was macht etwas überhaupt wertvoll?
Für mich entsteht echter Wert dann, wenn Wissen, Ästhetik und Emotionen zusammenkommen.
Wissen
Ein gutes Messer beginnt lange bevor der erste Funke fliegt.
Es beginnt beim Verständnis von Stahl, Metallurgie, Geometrie, Wärmebehandlung und Schmiedeprozessen.
Warum schneidet ein Messer gut? Warum bleibt es lange scharf? Warum ist ein Stahl zäher als ein anderer?
Diese Fragen faszinieren mich bis heute.
Jedes Messer, das meine Werkstatt verlässt, basiert auf diesem Wissen und auf dem Anspruch, technisch das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
Ästhetik
Ein Messer ist weit mehr als nur ein Werkzeug.
Materialien, Proportionen, Linienführung und Oberflächen beeinflussen, wie wir einen Gegenstand wahrnehmen.
Die Herausforderung besteht für mich darin, Schönheit und Funktion miteinander zu verbinden.
Ein Messer darf faszinieren, aber niemals auf Kosten seiner Leistung.
Die wahre Kunst liegt darin, beides zu vereinen.
Emotionen
Am Ende geht es jedoch um etwas Grösseres.
Es geht um Freude.
Die Freude, mit einem Werkzeug zu arbeiten, das hervorragend funktioniert.
Die Freude, ein Unikat zu besitzen, das mit Leidenschaft und Sorgfalt geschaffen wurde.
Die Freude, einen Gegenstand in die Hand zu nehmen, bei dem man spürt, dass jemand sein ganzes Wissen, seine Erfahrung und seine Begeisterung hineingelegt hat.
Wenn Wissen, Ästhetik und Emotionen zusammenfinden, entsteht etwas, das für mich echten Wert besitzt.
Und genau das versuche ich mit jedem Messer zu erschaffen.